Hausvertrauensperson bzw. Haussprecher und Eigentümervertreter – wer darf was?

Hausvertrauenspersonen oder Haussprecher sind in der Regel Wohnungseigentümer, die sich engagiert für die Instandhaltungsprozesse des gesamten Hauses und weitere Abläufe interessieren. Sie stehen oft in engem Kontakt mit der Hausverwaltung, holen Kostenvoranschläge ein, sind bei Begehungen anweisend, kontrollieren Rechnungen und kümmern sich um allfälliges, das das Haus betrifft. Ein Haussprecher kann im Rahmen der Gemeinschaftsordnung über die Einrichtung bestimmter Funktionen gemäß § 26 WEG bestellt werden, er hat aber keine Vertretungsbefugnisse. Haussprecher und EigentümervertreterEr kann nur von einzelnen Wohnungseigentümern bevollmächtigt werden. Haussprecher dürfen weder Rechnungen genehmigen noch Vereinbarungen treffen, die das gesamte Haus betreffen.
Eigentümervertreter hingegen sind natürliche Personen, die aus dem Kreis der Wohnungseigentümer in Form eines Mehrheitsbeschlusses gewählt werden. Sie werden für zwei Jahre bestellt und können aber wieder bestellt werden. Sie sind die gesetzlichen Vertreter der Eigentümer in Konfliktsituationen mit der Hausverwaltung. Er muss die Weisungen der Mehrheit befolgen und die weiteren Hauseigentümer über seine Tätigkeiten informieren. Gegebenenfalls ist er befugt einen Rechtsanwalt oder Notar hinzuzuziehen.

Autor: Michael Fritz

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