Mietzinsminderung bei Schimmel

Gerade in der kalten Jahreszeit melden Mieter immer wieder Probleme mit Schimmel und fordern vom Vermieter eine Sanierung oder Mietzinsreduktion.

Ob dies berechtigt ist, hängt aber von der Ursache der Schimmelbildung ab: Die Ursachen reichen Von mangelnder Wärmedämmung, zur schlechten Bauausführung über defekte Wasser- oder Heizkreislaufleitung oder Schäden am Dach, usw. Die vorhandene Feuchtigkeit kann nicht aus der Wohnung entfernt werden und legt sich an den kältesten Stellen in der Wohnung fest, kondensiert dort und somit fängt es an dieser Stelle an zu schimmeln.

Grundsätzlich ist der Vermieter für die Beseitigung von etwaigen Schäden verantwortlich und muss dafür sorgen, dass Mieter ihre Wohnung auch richtig nutzen können. Wichtig ist es aber in diesem Fall herauszufinden, wodurch sich der Schimmel gebildet hat. Wurde er durch äußere Umstände verursacht oder vielleicht durch den normalen Gebrauch des Mieters.

Wie hoch ist die Mietzinsreduktion?

Bei der Entstehung von Schimmel, ist oft leider schwer zu beweisen, durch was oder wen dies zustande gekommen ist. In diesem Fall muss der Vermieter den Schaden sobald es geht beseitigen lassen. Der Vermieter hat dem betroffenen Mieter in dem Fall, dass die Schimmelbildung z.B. durch eine schlechte Bauausführung entstanden ist, eine Mietzinsreduktion zu gewähren. Wie hoch diese ausfällt, ist gesetzlich nicht geregelt. Die Höhe der Mietzinsminderung richtet sich nach dem Grad der Unbrauchbarkeit. Allerdings ist eine Reduktion bis zu 100%, im Falle der Unbewohnbarkeit, möglich. Falls sich im Nachhinein herausstellt, dass der Mieter schuld an der Schimmelbildung trägt (z.B. zu wenig gelüftet), würde die Mietzinsminderung in diesem Fall dann auch wegfallen.

Bei Nichtbenützbarkeit der Dusche sowie einer Feuchtigkeits- und Schimmelbildung, die zu einer allergischen Reaktion des Mieters geführt hat, kommt es zu einer 20 prozentigen Mietzinsminderung.

Bei Schimmelpilzerscheinungen in der gesamten Wohnung, wenn auf Grund geltender medizinischer Erkenntnisse eine Ge­sund­heits­ge­fährd­ung für die Bewohner besteht; dies selbst dann, wenn die Mieterin weiterhin gezwungen ist, mit ihrer Familie diese ge­sund­heits­schädig­ende Wohnung zu benützen spricht man von einer 90 prozentigen Mietzinsminderung.

 

Aufgrund unklarer Sach- und Rechtslage, empfiehlt es sich für den Mieter grundsätzlich die Miete weiter in voller Höhe zu zahlen. (Sonst besteht Risiko von Mietzins- und Räumungsklage) LimLaw unterstützt auch bei vergleichbaren Themen gerne. Kontaktieren Sie uns hier!

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